Was ich tue

Meine wichtigsten Anliegen

Die Themen, die mir besonders wichtig sind, verändern sich - besonders im Detail. Folgende Themen begleiten mich schon seit vielen Jahren:

Das besondere Profil eines sozialpädagogischen Blicks auf Menschen, ihre Lebensumstände und die Gesellschaft ist mir ein wichtiges Anliegen. Eine wissenschaftliche Disziplin und ihre professionelle Praxis benötigen ein Selbstbewusstsein, das sie von anderen unterscheidet. Die Sozialpädagogik unterscheidet sich auch grundlegend von anderen erziehungswissenschaftlichen Sektionen – insbesondere der Schulpädagogik. Ihr Besonderes kann und sollte sie auch in eine inter- oder transdisziplinäre Zusammenarbeit einbringen. Dazu muss sie sich ihres spezifischen Blicks aber zunächst (selbst)bewusst sein.

In diesen Texten sind wichtige Facetten davon behandelt:
Wolf 2020
Wer Sozialpädagogik nicht kennt, muss ständig von Therapie reden.
Wolf 2016
What is meant by social pedagogical research into foster children?
Wolf 2014
Subjektkonstitution oder Erziehung von Menschen?

Viele Phänomene des Sozialen kann man nicht gut mit monokausalen Erklärungen verstehen. Viel ergiebiger sind Theorien, die Interdependenzen in hochkomplexen Geflechten erfassen. Die Entwicklung solcher Modelle ist mir ein wichtiges Anliegen.

In diesen Texten sind wichtige Facetten davon behandelt:
Wolf 2020
Wie können wir Abbruchprozesse in Pflegeverhältnissen erklären?
Wolf 2018
Interdependency models to understand breakdown processes in family foster care

Alles fließt – Verhältnisse ändern sich, Menschen entwickeln sich, die Welt erscheint aus verschiedenen Perspektiven jeweils (etwas) anders. Diese Vielfalt können Menschen manchmal überwiegend als Bereicherung und Anregungsraum wahrnehmen und manchmal als anstrengend, vielleicht sogar bedrohlich. Die Forschung und die Profession (Soziale Arbeit) sollte immer wieder versuchen, diese Vielfalt wahrzunehmen, wertzuschätzen und den Umgang der Menschen mit ihr konstruktiv zu begleiten.

In diesen Texten sind wichtige Facetten davon behandelt:
Wolf 2019
Pflegeeltern mit Migrationsgeschichte – ganz anders?
Wolf 2014
Migrationssensible Pflegekinderhilfe: Balancierungsleistungen zwischen Zuschreibungen und Zugehörigkeit.

Gerade für die Erziehungswissenschaft ist der Nutzen ihrer Theorieproduktion für die Praxis wichtig, darin ist sie der Medizin ähnlich. Die Erzeugung von Wissen ist ein eigener Wert, aber ein zusätzlicher Nutzen entsteht erst, wenn das Wissen und die Theorieentwicklung für die Entwicklung von Menschen und für die menschenfreundliche Gestaltung der Lebensumstände fruchtbar wird. Deswegen ist ein echter Theorie – Praxis – Dialog so wichtig und oft eine Hierarchisierung (hier das Eigentliche und Wichtige – dort das Sekundäre) so unproduktiv.

In diesen Texten sind wichtige Facetten davon behandelt:
Wolf 2015
Sozialpädagogische Interventionen
Wolf 2014
How can social workers improve the developmental opportunities of children in families with substancial liabilities
Wolf 2013
Der Dreisatz der Pflegekinderhilfe

Aktuelle Projekte

Derzeit arbeite ich an folgenden größeren Publikationen:

  • „Pflegekinderhilfe in der Sozialen Arbeit“ – Ein Lehrbuch für Studierende und Fachkräfte. Erscheint im Nomos-Verlag 2021
  • Herausgeber „Sozialpädagogische Pflegekinderforschung – Band II. Erscheint Anfang 2022
  • Sammlung für „Theorie zum Aufwachsen und Leben unter ungünstigen Bedingungen“

Entwicklung in der professionellen Praxis und Forschung:

  • Wissenschaftliche Beratung im Projekt „Pflegekinder – next generation“ der Palatin-Stiftung/Schweiz: https://pflegekinder-nextgeneration.ch
  • Beratung und Fortbildungsreihe zur Entwicklung der Pflegekinderhilfe in der Steiermark und in Graz
  • Vorträge und Seminare in der Fortbildung in Deutschland, der Schweiz und Österreich
  • Veranstaltungen mit Pflegeeltern
  • Politikberatung (z.B. Expert*innenrunde im „Dialogforum Pflegekinderhilfe des BMFSFJ“)
  • Forschungsgruppe Pflegekinder der Universität Siegen

Lehre:

  • Lehre an der FH Campus Wien im Masterstudiengang „Kinder- und Familienzentrierte Soziale Arbeit“
  • Doktorand*innen-Kolloquien an der Universität Siegen:
    - zur Pflegekinderforschung,
    - Heimerziehungsforschung und
    - zur aufsuchenden Familienarbeit.